Kuhmilch steht bei den meisten von uns auf dem täglichen „Trinkplan“. Fast 200 Gramm Milch trinkt jeder Deutsche im Durchschnitt, dazu kommen 185 Gramm Milcherzeugnisse wie Sauermilch, Käse, Sahne und Butter. Damit sind die Bundesbürger nach den Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ausreichend versorgt. Die DGE empfiehlt pro Tag 200 bis 250 Gramm Milchprodukte plus 50 bis 60 Gramm Käse.
Kuhmilch enthält natürlicherweise 3,5 bis 4,4 Prozent Fett. Je nach Milchsorte wird ihr in der Molkerei ein Teil davon entzogen. Dadurch verliert sie einiges an Kalorien, nebenbei aber auch die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K sowie Aromastoffe. Die wasserlöslichen B-Vitamine hingegen bleiben in der Milch, egal, ob sie entrahmt ist oder nicht. Wer täglich einen Viertelliter trinkt, deckt seinen Bedarf an Vitamin B2 zu einem Viertel, den an Vitamin B12 zu knapp einem Fünftel. Das Wertvollste in der Milch ist jedoch der Mineralstoff Kalzium. Die Deutschen beziehen 60 Prozent ihres Kalziums durch Milch und Milchprodukte. Nur relativ selten wird die Milch so getrunken, wie sie aus der Kuh kommt. Im Kühlregal des Supermarkts stehen in der Regel wärmebehandelte Sorten, die sich länger lagern lassen. Das Verfallsdatum gilt aber immer nur für original verpackte Milch. Einmal geöffnet, hält sich selbst als besonders haltbar deklarierte Milch (H-Milch) im Kühlschrank höchstens drei Tage.
Folgende Verfahren werden für die Wärmebehandlung angewendet:
Frischmilch wird pasteurisiert, also für 10 bis 30 Sekunden auf 72 bis 75 Grad erwärmt. Gekühlt lässt sie sich bis zu einer Woche lang aufbewahren.
Haltbare Milch (H-Milch) wird auf 135 bis 140 Grad für zwei bis vier Sekunden „ultrahocherhitzt“. Die extremen Temperaturen töten fast alle Keime in der Milch, verändern aber auch ihren Geschmack. H-Milch hält sich ungekühlt rund drei Monate.
In jüngster Zeit findet der Käufer in den Geschäften immer häufiger frische Milch, die länger als gewohnt haltbar ist. Fachleute nennen sie ESL-Milch. Das Kürzel steht für „extended shelf life“, was auf Deutsch „verlängerte Haltbarkeit“ heißt. Darauf weisen meist auch die Vermerke „länger frisch“ oder „extra langer Frischegenuss“ auf der Verpackung hin. Um die ESL-Milch herzustellen, verwenden die Erzeuger zwei Verfahren. Beim ersten wird die Milch zunächst pasteurisiert, dann werden weitere Bakterien mit Filtern entfernt. Bei der zweiten Methode wird die Milch unter Druck in heißen Wasserdampf gespritzt, erhitzt sich dabei kurz und wird anschließend sofort auf fünf Grad abgekühlt.
Beide Methoden töten die Keime, bewahren aber dabei die Milch vor langer Hitzebelastung. ESL-Milch lässt sich gekühlt bis zu 21 Tage lagern.
Jede Wärmbehandlung zerstört Vitamine. Beim Pasteurisieren gehen bis zu fünf Prozent verloren, beim Ultrahocherhitzen bis zu zehn Prozent. Die Wahl des Produkts dürfte daher wohl eher eine Frage des Geschmacks sein – und des Preises. H-Milch kostet weniger als Frischmilch, vielleicht auch deshalb liegt sie in der Käufergunst inzwischen vorne. H-Milch hält zurzeit einen Marktanteil von 60 Prozent.
Wer Milch nicht mag oder schlecht verträgt, aber trotzdem die in ihr enthaltenen Vitamine und das Kalzium nicht missen möchte, kann auf Buttermilch, Joghurt und Käse ausweichen. Nur wenige Menschen müssen aus gesundheitlichen Gründen völlig auf Milchprodukte verzichten, alle anderen profitieren von diesen Nahrungsmitteln. Verschiedene Studien, die Menschen mit unterschiedlichen Essgewohnheiten verglichen, zeigten: Wer regelmäßig Milch und Milchprodukte zu sich nimmt, hat im Durchschnitt dichtere Knochen, einen niedrigeren Blutdruck und wiegt weniger.

3 Responses to “Milch – der Knochenstärker”

  1. on 29 Mai 2008 at 15:56E. Muthmann

    Dieser Artikel ist purer Unsinn. Wissen Sie n icht, dass Milch Allergien verursacht und mit Brustkrebs in Verbindung gebracht wird?

    MFG

  2. on 02 Jun 2008 at 14:21O. Adam

    Mmh. “Mit Brustkrebs in Verbindung gebracht” ist ja sehr vage. Und dass Milch Allergien hervorrufen kann (Lactoseintoleranz, immerhin leiden weltweit mehr als 50% darunter), bedeutet nicht, dass sie nicht trotzdem die Knochen stärkt.

  3. on 06 Sep 2009 at 16:21Roman E.

    Warum wird auf dieser Naturheilkunde-Seite (und den meisten andren Seiten) von den negativen Folgen der Homogenisierung von Milch so wenig berichtet. Die Substanzen des Kerns (Enzyme), die erst duch die Homogenisierung in den Blutkreislauf gelangen können, werden als Gift von den Körper behandelt.
    MfG

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