Das Spurenelement Selenium hat eine enorme Wirkung auf die Funktion des Gehirns. Nervenzellen brauchen Selen, um Glutathion zu produzieren, womit es eines der wichtigsten Antioxidantien für das Gehirn. So produzieren die Gehirne von Tieren, denen man selenarmes Futter verabreicht hat, weniger Glutathion. Gehirne, denen man das Selen vorenthält, weisen außerdem Störungen in der Aktivität der wichtigen Neurotransmitter Serotonin, Dopamin und Adrenalin auf. Nach dem aktuellen Stand der Gehirnforschung bedeutet dies potenzielle Beschädigungen und Funktionsstörungen des Gehirns. Außerdem sinken die Selenwerte im Blut automatisch, wen Sie älter werden – laut einer Studie um 7 Prozent nach 60 Jahren und um 24 Prozent nach 75 Jahren.

Wer mit Selen geizt, läuft auch Gefahr, seine Stimmung erheblich zu verschlechtern, möglicherweise durch eine Störung der Aktivität der Neurotransmitter. Wissenschaftler des U.S. Department of Agriculture verschrieben einer Gruppe junger Männer über einen Zeitraum von dreieinhalb Monaten entweder eine Diät mit hohem Selenanteil oder mit geringem Selenanteil. Die selenreiche Ernährung hob die Stimmung der Männer beträchtlich. Sie sagten, sie würden sich klarer, mehr in Hochstimmung, entspannt, konzentriert, zuversichtlich und energetischer fühlen. Je mehr Selen sie im Blut hatten, desto besser war ihre Befindlichkeit. Ein forschender Psychologe des U.S. Department of Agriculture, der die Studie durchführte, stellte fest, dass das zusätzliche Selenium die Stimmung der Männer anhob, obwohl sie nicht unter einem Selenmangel litten. Das heißt, dass man nicht genügend Selen für optimales Wohlbefinden zu sich nimmt, sich aber des Problems nicht bewusst ist. Die selenreiche Kost, die im Rahmen der Studie verabreicht wurde, enthielt 220 Mikrogramm täglich, die selenarme Kost 33 Mikrogramm. Während einer durchschnittlichen amerikanischen Diät werden täglich zwischen 40 bis 60 Mikrogramm Selen verabreicht.
Selenreiche Nahrungsmittel sind zum Beispiel Getreide, Knoblauch, Fleisch, Fisch – insbesondere Thunfisch, Schwertfisch und Austern – sowie Paranüsse. Wenn Sie eine Paranuss essen, ist es, als würden Sie ein Selenpille schlucken, sagen die Experten. Eine geschälte Paranuss enthält im Durchschnitt 12 bis 25 Mikrogramm Selen. Wenn Sie die Nüsse in der Schale kaufen und sie erst dann herauslösen, enthält die Nuss etwa 100 Mikrogramm.

Es war nicht das erste Mal, dass nachgewiesen wurde, wie Selenpräparate die geistigen Funktionen verbessern. In einer niederländischen Studie hatten geriatrische Patienten, denen Selen- und Vitamin-E-Tabletten verabreicht wurden, weniger Angst und Depressionen und waren geistig aufgeweckter. Andere Forschungen zeigten, dass eine Mischung aus Selen, Zink und Nachtkerzenöl die Stimmung und einige Aspekte geistiger Funktionen bei einer Gruppe älterer Menschen mit Gedächtnisverlust verbessern konnte.
Wie viel sollten Sie einnehmen?

Experten raten, täglich 200 Mikrogramm Selen einzunehmen, um das Gehirn zu schützen und gleichzeitig Herzerkrankungen und Krebs vorzubeugen. Aber nehmen Sie sich in acht vor zu hohen Dosierungen. Selen ist eines der wenigen Nahrungsergänzungsmittel, das extrem toxisch wirken kann. Obwohl die Toxizität erst bei etwa 2 500 Mikrogramm eintritt, gibt es keinen Grund, mehr als 200 Mikrogramm Selen täglich insgesamt einzunehmen.
Fazit: Geringfügiger, weit verbreiteter Selenmangel schadet dem Gehirn, dies äußert sich vor allem durch Stimmungsverschlechterung und erhöhte Angst. Damit Ihr Gehirn optimal funktioniert, brauchen Sie ausreichend Selen. Dazu sollten Sie täglich maximal 200 Mikrogramm Selen in Form eines Ergänzungspräparats einnehmen.

One Response to “Selen – Power-Mineral für das Gehirn”

  1. on 20 Dez 2010 at 17:03daniela

    warum ein Ergänzungspräparat wenns die nuss tut .
    super magic nuesse.

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