Aus den Blättern der Hamamelis lässt sich ein Destillat gewinnen, das wegen seines hohen Gehalts an Gerbstoffen und seiner ätherischen Öle zusammenziehend wirkt, Blutungen stillt, Entzündungen hemmt und Schwellungen lindert.
Hamamelis hilft beispielsweise bei schmerz- und druckempfindlichen dunkelblauen Krampfadern. Es wird empfohlen, bei einer beginnenden Venenentzündung Wund- und Heilsalbe mit Hamamelis auf die betroffenen Partien aufzutragen.
Eine Untersuchung an der Klinik für Dermatologie Augsburg unter Leitung von Professorin Julia Welzel bescheinigt einer Salbe mit Hamamelis-Destillat eine gute Wirksamkeit bei Hautbeschwerden im Alter. Bereits in den ersten zwei Anwendungswochen verringerten sich bei den 89 teilnehmenden Patienten die Symptome Juckreiz, Hautschuppen, Trockenheitsgefühl und schmerzhafte Hautrisse deutlich. Eine weitere Studie der Augsburger Dermatologen zeigte, dass sich medikamentös bedingter Juckreiz und Hauttrockenheit ebenfalls mit Hamamelis-Salbe lindern ließen.
Männer können übrigens noch auf andere Weise vom Zauber der Nuss profitieren. Wer nach der Rasur seine gereizte Haut beruhigen und erfrischen will und auf ein männlich-herbes Aftershave mit Hautirritationen oder Allergien reagiert, sollte stattdessen zur Naturkosmetik greifen. Neben pflanzlichen Zusätzen wie Myrrhe und Speik eignet sich auch Hamamelis für eine sanfte Pflege.

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