Natur-News kurz und kompakt

Abnehmen im Schlaf: So kann es funktionieren
Früher dachte man, Fett macht fett und deshalb müssten Übergewichtige einfach Fett reduzieren. Doch als diese „Low-Fat“-Strategien keinen Erfolg hatten, wurden Theorien populär, denen zufolge vor allem Kohlenhydrate am Übergewicht schuld sein sollen. Die neue Formel lautete daher „Low Carb“ (wenig Kohlenhydrate). Auch wenn bei weitem nicht alles, was unter diesem Slogan als Diät vermarktet wird, sinnvoll ist, so gibt es doch einige plausible Punkte, besonders was die Rolle des Insulins betrifft.
Eine relativ neue sinnvolle Diät nennt sich „Insulin-Trennkost“. Ihr Hauptvorschlag besteht darin, abends wenig Kohlenhydrate aufzunehmen: „Low Carb am Abend“, damit wir im Schlaf abnehmen.
Der körpereigene Botenstoff Insulin spielt eine führende Rolle im Stoffwechselgeschehen bei der Gewichtszu- bzw. –abnahme. Solange Insulin im Blut zirkuliert, ist der Körper auf Energiegewinnung aus Zucker programmiert, die Fettzellen bleiben unangetastet. Kohlenhydratreiche Mahlzeiten, aber insbesondere die Kombination aus reichlich Kohlenhydraten und Eiweiß, kurbeln die Insulinausschüttung an.
Da nach einer Mahlzeit, vor allem wenn sie kohlenhydratreich ist, für mehrere Stunden Insulin ins Blut gegeben wird, kann es tagsüber bei dem üblichen Takt an Haupt- und Zwischenmahlzeiten fast gar nicht zur Fettverbrennung kommen. Bleibt also nur der Schlaf als längste Fettverbrennungsphase. Sie können wir nutzen, indem wir abends nochmals die Insulinproduktion anheizen. So erklären sich die Formeln „Low Carb am Abend“ oder Schlank im Schlaf“. Natürlich muss für einen nachhaltigen Erfolg dieser Strategie auch die tägliche Gesamtkalorienmenge im Auge behalten werden. Und nur durch körperliches Training wird der nächtliche Fettabbau wirklich effektiv.
Die Attraktivität dieser Ernährungsform liegt darin, dass kein genereller Verzicht auf bestimmte Speisen erforderlich ist, sondern nur eine andere Verteilung der Nährstoffe über den Tag erfolgt:
Morgens sollen wir alle kohlenhydratreich essen, denn der Körper braucht Kohlenhydrate für seine volle Leistungsfähigkeit.
Abends müssen Übergewichtige dagegen weitgehend auf Kohlenhydrate verzichten. Das bedeutet: Verzicht auf Brot, Nudeln und andere Getreideprodukte (Pizza!), aber auch auf Kartoffeln, Mais, Hülsenfrüchte (Linsen sind allerdings erlaubt) und auf Süßigkeiten, Obst und Limonaden.
Allergien: Cashew schlimmer als Erdnuss
Erdnüsse stehen zu Recht im Ruf, besonders häufig allergene Reaktionen auszulösen. Viel schlimmer seien jedoch Cashewnüsse, so die überraschende Erkenntnis von Dr. Andrew T. Clark aus Cambridge. Dr. Clark verglich die allergischen Reaktionen von 47 Kindern mit Cashewnuss-Allergie und 94 gleich alten Kindern, die auf Erdnüsse überempfindlich reagierten. Das Ergebnis: Schwere Reaktionen kamen in der Cashewgruppe achtmal häufiger vor als in der Erdnussgruppe. Besonders schwere Symptome wie Atemnot und Kreislauf-Beschwerden gab es bei 22 Prozent der Cashewkonsumenten, aber nur bei einem Prozent nach dem Verzehr von Erdnüssen. Menschen, die auf Cashewnüsse allergisch reagieren, müssen auf unangenehme Überraschungen gefasst sein: Ihr Allergen wird häufig auch versteckt in Lebensmitteln verarbeitet und findet sich nicht nur in asiatischen Speisen, sondern auch oft in Desserts, Süßigkeiten und Getreide sowie in Müsliriegeln.
Blätter für die Blase
Die Bärentraube ist ein immergrüner Zwergstrauch aus der Familie der Heidekrautgewächse. Sie wächst in Spanien, Italien, Skandinavien und Russland und steht unter Naturschutz. Arzneilich verwendet werden die Blätter, die Arbutin, Methylarbutin, Gerbstoffe und Flavonoide enthalten. Wegen ihrer antibakteriellen und harndesinfizierenden Wirkung kommen Fertigarzneimittel mit einem Extrakt aus Bärentraubenblättern bei Entzündungen der ableitenden Harnwege zum Einsatz. Am besten wirken sie, wenn der Harn zuvor durch pflanzliche Kost alkalisch gemacht wurde.

2 Responses to “Natur-News kurz und kompakt”

  1. on 28 Apr 2008 at 11:18Detlev

    Hier eine Buchempfehlung zum Them Low Carb:
    Das „Bi(e)näre System“ von U. Bien.

  2. on 29 Apr 2008 at 08:29Madeleine

    Der Artikel Schlank im Schlaf ist sehr gut geschrieben und die Sache sehr gut erklärt. Ich mache schon einige Zeit die Insulin Trennkost nach Dr. Pape, nicht zu verwechseln mit der Hayschen Trennkost. Bei der SIS Methode ist es vor allem wichtig, 5 Stunden essenspause einzulegen, da sich dann die Bauchspeicheldrüse erholen kann. Ich habe auf meiner privaten Homepage mit Rezepten 3 Kategorien erfasst und werde noch erweitern. Früshstück, Mittag und Abendessen mit kostenlosen Rezepten.
    Liebe Grüsse
    Madeleine

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