Mit Nahrungsergänzungen sind Naturstoffe gemeint, die man am treffendsten als „Nahrungsintegral“ charakterisieren kann. Es handelt sich dabei um ein ganzheitliches Lebensmittel, das von Natur aus durch seinen überdurchschnittlichen Gehalt an gesundheitlich erwünschten Bestandteilen besticht, sprich Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen, Eiweißbausteinen, Fettsäuren, Sekundären Pflanzeninhaltsstoffen – also all dem, was man ursprünglich sehr passend als Vitalstoffe bezeichnet hat.
Blütenpollen
Das „Brot der Bienen“ wird seit Urzeiten für Ernährungs- und Heilzwecke verwendet, und dies nicht von ungefähr. Handelt es sich dabei doch um ein wirklich ganz einzigartiges Erzeugnis. Das „Kraftpaket“ besteht aus winzigsten Einträgen an Blütenstaub, also einer Vielzahl unvorstellbar winziger männlicher Samenzellen von Blütenpflanzen. Sie beinhalten sämtliche lebenserhaltende Komponenten der Zelle und ein Potential für die Erneuerung der Lebenskräfte. Hauptbestandteile der Blütenpollen sind Kohlenhydrate (mehr als 50 %), Eiweiß (10-30 %, davon 3-6 % freie essentielle Aminosäuren) sowie Fett (2-19 %), darunter alle essentiellen Fettsäuren. Hinzu tritt ein breites Spektrum an Vitaminen (von Carotinoiden über die B-Vitamine bis Vitamin E und C), Spurenelementen wie Mangan in bedeutenden Größenordnungen, zahlreichen Enzymen, Flavonoiden oder Phytosterinen (auch als nützliches „pflanzliches Cholesterin“ bekannt).
Gerade bei den Blütenpollen kommt es auf hohe Qualität an. Die Gehalte an wertvollen Inhaltsstoffen schwanken erheblich. Auch kann es sich empfehlen, wegen der besseren Verwertbarkeit mikrofein aufbereitete Blütenpollen zu wählen. Diese werden durch Tieftemperatur-Mahlung bei –50°C bis –70°C aufgeschlossen. Hochwertige Blütenpollen findet man im Reformhaus, Bioladen und bei Spezialversendern. Natürlich darf die Ware keine Schimmelpilze aufweisen und die Bienenweiden sollten fernab von industrieller Verschmutzung liegen.
Bierhefe
Die Erfolgsgeschichte mit dem Hauptdarsteller (Bier-)Hefe spielte sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ab. Die Wurzeln reichen aber viel weiter zurück. Schon im Mittelalter war die Bierhefe in Gestalt von Brauereierzeugnissen Teil der heute so gefragten Klostermedizin. Allerdings unterschied sich der Gerstensaft jener Tage doch sehr von dem, was heute im Glas schäumt. Das Bier unserer Vorfahren bestand noch zu erheblichen Teilen aus Rückständen des Brauprozesses – und damit auch aus reichlich Bierhefe.
Als Heilmittel, Vitalstofflieferant, Schönheitselixier und Jungbrunnen vollbringt die Bierhefe, ob nun äußerlich oder innerlich angewandt, seit mindestens fünf Jahrtausenden ganz erstaunliche Leistungen, weshalb man sie auch als älteste Anti-Aging- und Heilsubstanz bezeichnet hat. Die vorteilhaften Effekte bezogen sich also gleichermaßen auf eine kosmetische Verwendung nach dem Motto „Gesundheit kann man sehen“ wie auch auf therapeutische Maßnahmen bei vielfältigen Leiden von Geschwüren bis zu Erkrankungen der Verdauungsorgane.
Bierhefe weist zahlreiche immunologisch interessante Inhaltsstoffe auf, so etwa die neuerdings intensiv erforschten Beta-Glukane. Diese stellen aber nur eine unter vielen biochemischen Spezialitäten dar. Dazu gesellen sich zahlreiche Eiweißbausteine, der Vitamin-B-Komplex, Spurenelemente wie Chrom (Diabetes-Schutzfaktor) oder Selen (Krebs-Schutzfaktor) und vieles andere mehr. Dies alles ist schließlich noch eingebettet in eine geradezu üppige Vitalstoffumgebung, in der sich die einzelnen Komponenten ganz vorzüglich gegenseitig in ihren vorteilhaften Wirkungen verstärken.
Immer noch erste Adresse für hochwertige Bierhefe-Produkte war und ist das Reformhaus. Wichtig: Nach Bierhefe sollte der Kunde fragen, nicht einfach nach Hefe. Und möglichst naturbelassen sollte sie sein. Dies heißt im Idealfall: flüssig, so wie sie auf dem wirkstoffreichen Gerstenmalz gewachsen und vom fertigen Bier abgeschöpft wird, also möglichst nicht getrocknet. Aber natürlich kann und sollte man Bierhefe auch in der Küche in Form von Flocken, Pulvern, Extrakten oder vielfältigen Brotaufstrichen nutzen. Sie stellen wertvolle Eiweißquellen und eine leckere und gesunde Nahrungsergänzung vor allem für Vegetarier dar.

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