Natur-News kurz und kompakt

Honig lindert Hustenreiz
Bei Kindern kann Honig Reizhusten lindern. Forscher an der Pennsylvania State University (USA) haben seine Wirkung an 105 Kindern und Jugendlichen zwischen zwei und 18 Jahren überprüft. In der ersten Nacht bekamen die jungen Probanden nichts, um ihren Husten zu lindern. In der zweiten Nacht erhielt ein Teil der Kranken Buchweizenhonig. Die Eltern dieser Gruppe berichteten von weniger Hustenattacken und einer verbesserten Schlafqualität ihrer Kinder.
Reifes Obst, gesunde Schale
Beim Abbau des grünen Blattfarbstoffs Chlorophyll entstehen hochwirksame Antioxidanzien, die Körperzellen vor schädlichen Sauerstoffverbindungen schützen und somit sehr gesund sind. Diese als „nichtfluoreszierende Chlorophyll-Kataboliten“ (NCC) bezeichneten farblosen Abbauprodukte finden sich nicht nur in buntem Herbstlaub, sondern auch in reifendem Obst. Ein Team um Bernhard Kräutler von der Universität Innsbruck hat Äpfel und Birnen untersucht: Unreife Früchte sind wegen des Chlorophyll-Gehalts grün. In den Schalen reifer Früchte und dem direkt darunterliegenden Fruchtfleisch wiesen die Forscher dagegen große Mengen von NCC nach.
Hilfe für das Immunsystem
Der Wilde Indigo ist in den nordöstlichen Staaten der USA und im südlichen Kanada heimisch. Seine Blätter liefern einen tiefblauen Farbstoff, daher der Zweitname „Färberhülse“. Hauptinhaltsstoffe sind Isoflavone und deren Glykoside. Der Wurzelextrakt wird in Kombination mit anderen pflanzlichen Wirkstoffen zur Vorbeugung sowie unterstützenden Behandlung akuter und chronischer Atemwegsinfekte, aber auch bei vorübergehender Abwehrschwäche angewandt.
Antibiotika bei Husten unnütz
Die typischen Erkältungen der kalten Jahreszeit werden fast immer durch Viren verursacht. Paradoxerweise verordnet die Mehrzahl der Ärzte ihren hustenden Patienten Antibiotika. Antibiotika haben jedoch bei dem akuten, viralen Erkältungshusten nur einen sehr geringen Effekt: Sie verkürzen zwar ein wenig den Verlauf der Erkrankung, der Zeitgewinn beträgt jedoch nur wenige Stunden. Unerwünschte Nebenwirkungen sind dagegen häufig und es besteht auch ein großes Risiko für die Entwicklung von bakteriellen Resistenzen. Besser eignen sich für die Behandlung des Hustens kombinierte Pflanzenextrakte aus Thymian und Efeu bzw. aus Thymian und Primel. Diese gut erforschten Phytopharmaka verringern die Erkrankungsdauer um bis zu zwei Tage. Da sie sehr gut verträglich sind, eignen sie sich auch für die Anwendung bei Kindern.
Vitamin D beeinflusst Lebensdauer
Die Menge des Sonnenschein-Vitamins im Blut beeinflusst die Lebensdauer des Menschen, sagt eine umfangreiche internationale Studie. Damit hat die Natur nicht gerechnet: Immer mehr Menschen verbringen die Sonnenstunden des Tages in künstlich beleuchteten Räumen und hinter Glasscheiben. Doch ohne die UVB-Strahlen der Sonne produziert die menschliche Haut nur unzureichende Mengen an Vitamin D. Die Wissenschaftler Philippe Autier und Sara Gandini trugen Daten von 18 verschiedenen Studien zusammen, die sich mit der Wirkung von Vitamin-D-Tabletten befassten. Über 57000 meist ältere Personen nahmen an den Untersuchungen teil. Diejenigen, die regelmäßig Vitamin-D-Präparate zu sich nahmen, wiesen dabei die niedrigste Sterblichkeit auf: Sie lag 7 Prozent unter dem Durchschnitt. Die Mechanismen, durch die Vitamin D die allgemeine Sterblichkeit senkt, sind noch nicht bekannt. Das Vitamin könnte die Entwicklung von Krebs bremsen, die Blutgefäße fit halten oder das Immunsystem stärken. Bekannt ist, dass Vitamin D die Aufnahme von Kalzium verbessert. Angesichts der gesundheitlichen Bedeutung von Vitamin D wird geraten, besonders im Winter öfter in die Sonne zu gehen und Lebensmittel mit hohem Vitamin-D-Gehalt wie Fisch, Eier und Milch zu sich zu nehmen. Gefährdete Personen könnten zusätzlich Präparate einsetzen.

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