Umweltbelastungen, vor allem der ständig zunehmende Lärm, aber auch Stress, Hektik, Reizüberforderungen und naturfremde Wohnverhältnisse greifen unsere Nerven an. Viele Menschen leiden an Nervosität und Nervenschwäche. Sie sind dadurch vielen Problemen und Anforderungen des Alltags nicht gewachsen.
Nur wenige wissen, dass man dagegen sehr erfolgreich mit vernünftiger, gesunder Ernährung ankämpfen kann.
Vielfach ist sogar die falsche Ernährung schuld an unserem Nervenzustand. Die vielen denaturierten und veränderten Lebensmittel verursachen im Organismus einen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen. Für die Nervenkraft ist in erster Linie Vitamin B1 verantwortlich. Daher müssen wir zur Kräftigung unserer Nerven in unseren Speiseplan all jene Produkte einbauen, die uns den Nervensprit liefern.
Dazu gehört in erster Linie der Naturreis mit dem Silberhäutchen. Botanisch gehört der Reis zum Getreide. Die Ernährungsgewohnheiten haben ihn in die Kategorie der Beilage eingereiht. Mit der Züchtung von Reis wurde bereits vor rund 3000 Jahren in Indien begonnen. In Europa kennt man ihn seit 800 vor Christi Geburt. Von jeher wurde er nach der Ernte in eigenen Reismühlen von den Spelzen befreit. Im vorigen Jahrhundert aber begann man als Errungenschaft der Zivilisation, den Reis zu polieren, ihn in einem eigenen Verfahren von seinem silbernen Häutchen zu befreien.
Bis 1890 und 1896 verzehrten die Bewohner Zentralasiens und Indiens den Naturreis mit dem Häutchen. Dann brachten die europäischen Kolonialherrn den Eingeborenen die Methode des Reispolierens bei. Dadurch kam es zur Katastrophe. Die Menschen, die sich fast ausschließlich von Reis ernährten, erkrankten an Beri-Beri, Herzversagen, Nervenstörungen und Verdauungsstörungen. Zuerst vermutete man eine geheimnisvolle Viruserkrankung. Dann wusste man, woran es lag. Als man nämlich der Bevölkerung wieder den vollwertigen Reis vorsetzte, wurden alle wieder gesund. Die Symptome verschwanden.
Heute weiß man: In dem eher unansehnlichen und scheinbar nutzlosen Häutchen des Reises ist in erster Linie das kostbare Vitamin B1 enthalten. Dieses Vitamin wird vom menschlichen Organismus nicht nennenswert gespeichert und muss ihm daher ununterbrochen erneut zugefügt werden. Gerade das Vitamin B1 aber ist für die Kohlenhydratverwertung im Zentralnervensystem verantwortlich.
Wenn wir nun den angebotenen weißen, polierten Reis ohne Häutchen essen, erkranken wir zwar nicht gleich an Beri-Beri. Aber auf Grund eines Vitamin –B1-Defizits werden unsere Nerven schwächer. Mit dem Silberhäutchen wird der Reis auch des wertvollen Mineralstoffes Magnesium beraubt. Magnesiummangel verursacht ebenfalls Störungen im Nervenbereich, im Kreislauf, bei den Muskeln, am Herzen und an den Nieren. Wer zu wenig Vitamin B1 und zu wenig Magnesium hat, der zeigt sich öfter gereizt und unbeherrscht.
Ernährungswissenschaftlich ist interessant: In 200 Gramm Naturreis mit dem Häutchen ist genau die Menge Magnesium enthalten, die ein Mensch täglich für einen reibungslosen Ablauf im Organismus braucht. Wer sich vom polierten Reis die notwendige Menge holen wollte, müsste täglich zwei Kilo davon essen. Das zeigt den enormen Wert des Naturreises. Der so genannte Natur– oder Vollreis mit dem Häutchen ist überhaupt ein Wunderwerk der Natur. Er enthält einen ungewöhnlich hohen Anteil an Kalium, viel Kalzium, Magnesium, Phosphor, Kupfer, Mangan, Zink, Bor und Fluor sowie andere Spurenelemente, die Vitamine E, B1, B2 und B6 und Pantothensäure.
Für alle, die gesund leben und schlank werden oder bleiben wollen, ist sicher interessant, dass der Naturreis besonders viele Hauptnährstoffe enthält. Bereits mit einer kleinen Menge dieser Nahrung wird man schnell satt. Wer also seinen Nerven Kraft und seinem Herzen Schutz geben will, der sollte regelmäßig den Naturreis in den Speiseplan einbauen.

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