Biologisch abnehmen

Der Bio-Trend boomt bei uns schon seit längerem. Weil Bio besser schmeckt und die Umwelt schont. In Kalifornien allerdings gibt es noch einen anderen Grund für den anhaltenden Trend. Dort haben Wissenschaftler an rund 400 Universitäten und Forschungseinrichtungen nämlich herausgefunden: Bio macht schneller schlank und fit. Das liegt daran, dass aus gesunden Böden gewachsene und gereifte Lebensmittel bis zu drei Mal mehr Fett schmelzende Inhaltsstoffe anreichern als ein vergleichbares Supermarktprodukt. Äpfel aus ökologischem Anbau enthalten das Dreifache an Vitamin C.
Dr. Theo Clark von der Truman State University fand heraus, dass Bio-Orangen meistens kleiner als konventionell gezüchtete sind, aber 30 Prozent mehr Vitamin C enthalten. Wissenschaftler der Bastyr-Universität in Seattle bestätigen: Organisch angebaute Lebensmittel haben bis zu 78 Prozent mehr Chrom, 63 Prozent mehr Kalzium, 138 Prozent mehr Magnesium und sogar 390 Prozent mehr Selen. Bei so einem Plus an Biostoffen ist es nur logisch, dass naturbelassene Nahrungsmittel schneller schlank machen, die Fettverbrennung beschleunigen und die Stoffwechselrate um bis zu 40 Prozent erhöhen.
Es gibt sieben Bio-Stoffe, die wir unbedingt für eine reibungslose Fettverbrennung brauchen. Diese Stoffe helfen und ergänzen sich gegenseitig im Stoffwechsel. Schlank macht immer nur das gesamte Paket an Bio-Stoffen. Fehlt einer oder mehrere, kommt es schon zu Problemen in der Fettverbrennung. Deshalb ist es wichtig, jeden Tag aus allen sieben Gruppen genug zu essen:
Vitamin C aktiviert Enzyme:
Vitamin C zündet in der Hirnanhangdrüse im Gehirn und im Gewebe die Produktion von Fatburning-Hormonen (Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin, Serotonin usw.). Und es aktiviert Enzyme, die die Fettsäuren zur Verbrennung in die Zellen schleusen. Von Vitamin C brauchen wir täglich 100 mg. Am wirksamsten ist das natürliche Vitamin C aus Zitrusfrüchten, Äpfeln, Kiwis, Tomaten, Paprika. Der Tagesbedarf steckt z. B. in 1,5 großen Orangen. Am besten frisch essen, da das Vitamin hitzeempfindlich ist.
Omega-Fett lässt das Blut fließen:
Omega-Fettsäuren sind ungesättigte Fettsäuren, das heißt, sie reagieren im Stoffwechsel mit anderen Molekülen und halten das Blut dünnflüssig, so dass die Nährstoffe schnell zu allen Körperzellen gelangen können. Ca. 300 mg an Omega-Fettsäuren werden täglich benötigt. Reich an Omega-Fett sind Lachs, Forellen, alle Kaltwasserfische (Kabeljau, Heilbutt, Rotbarsch), Avocados, Oliven, Nüsse und Kerne. Schon 10 Oliven pro Tag decken den Bedarf an essentiellen Fettsäuren.
Wachstumshormon verbrennt Fett:
Etwa 70 Minuten nach dem Einschlafen bildet unsere Hirnanhangdrüse im Zwischenhirn das Wachstumshormon. Die Aufgabe des Hormons: Fettzellen aufsperren und Fettsäuren als Energiebrennstoff für Zellteilung bereitstellen. Das Wachstumshormon (HGH) besteht aus Eiweiß und braucht für seine Synthese viel Vitamin C. Der HGH-Wert lässt sich medizinisch nur schwer ermitteln. Für eine optimale Produktion empfehlen Forscher, vor dem Zubettgehen 30 Gramm mageres Eiweiß (z. B. Putenfleisch) zu essen. Dazu eine Zitrone vierteln, Fruchtfleisch rausbeißen. Denn darin stecken wichtige Pflanzenschutzstoffe, die die Wirkung von Vitamin C um das 20-fache erhöhen.
Zink für Stresshormone:
Das Spurenelement ist an der Produktion aller Fett fressenden Stresshormone beteiligt. Bio-Produkte haben einen bis zu 300 Prozent höheren Zink-Gehalt. Die tägliche Dosis sollte 10 mg betragen. Die besten Lieferanten sind Hartkäse, Vollkorn, Buchweizen, Grünkern, Natur- und Wildreis und Melasse. 200 g Parmesan decken den Tagesbedarf.
Folsäure für neue Zellen:
Ein wichtiger Hilfsstoff für das Wachstumshormon ist das typische Mangel-Vitamin Folsäure. Wenn das B-Vitamin fehlt, können Zellen nicht ausreichend repariert werden und das bremst den Stoffwechsel. Außerdem ist Folsäure am Aufbau von Stresshormonen beteiligt, die wiederum für den Fettabbau wichtig sind. Die optimale Tagesmenge von Folsäure beträgt 400-1000 Mikrogramm. Folsäure ist eines der Vitamine, die im konventionellen Landbau den größten Verlust leiden. Besonders reich sind Soja, Fenchel, Kohl, Spinat, grüner Salat, Vollkorn, Naturreis und Linsen. Der Tagesbedarf steckt in 100 g Weizenkeimen.
Eisen transportiert Sauerstoff:
Fehlt Eisen, kann Sauerstoff, den wir für die Fettverbrennung dringend brauchen, nicht zu den Zellen transportiert werden. Das Spurenelement ist außerdem wichtig für die Bildung von Stoffwechsel-Enzymen. Das Einschleusen von Fettsäuren in die Mitochondrien (Verbrennungsöfen in den Zellen) klappt nur mit Eisen und Vitamin C. Die optimale Tagesmenge von Eisen beträgt 10 mg. Das Spurenelement ist in Kürbiskernen, Hirse, Steinpilzen, Linsen und Rindfleisch ausreichend vorhanden. Wirksam wird Eisen erst, wenn genügend Vitamin C vorhanden ist. Der Tagesbedarf steckt in 110 g Kürbiskernen.
Sauerstoff erhöht die Fettverbrennung:
Wenn wir einatmen, werden in unserer Lunge rund 750 Millionen feinste Lungenbläschen (Alveolen) aktiv. Sie leiten den Sauerstoff ans Blut weiter, geben Kohlendioxid ab. Leider atmen viele falsch, zu flach und hektisch. So ist der Sauerstoffgehalt im Blut nie ausreichend, die Fettverbrennung wird um bis zu 80 Prozent blockiert.
Das Volumen eines Atemzugs beträgt etwa 10 ml pro kg Körpergewicht, also bei 75 kg etwa 750 ml. Wir atmen in Ruhe etwa 12- bis 16-mal pro Minute. Ein 75 kg schwerer Mensch kommt also auf etwa 10 bis 12 Liter Luft pro Minute. Eine halbe Stunde im Wald spazieren gehen – möglichst nach dem Regen -, liefert dem Organismus etwa vier Mal mehr Sauerstoff als eine halbe Stunde schwitzen auf dem Laufband. Zwischendurch 5 Minuten diese Atem-Übung machen: In Rückenlage Hände auf den Bauch legen, tief einatmen, so dass die Hände sich nach oben bewegen, wieder ausatmen.

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