Natur-News kurz und kompakt

Weniger Hitze
Leinsamen kann unangenehme Hitzewallungen in den Wechseljahren möglicherweise lindern, ergab eine Studie der Mayo-Klinik in Rochester (USA). Studienleiterin Sandhya Pruthi berichtet, dass Teilnehmerinnen – die keine Hormone einnahmen – nach sechswöchiger Leinsamenkur (täglich 40 Gramm) im Durchschnitt nicht einmal halb so oft Hitzewallungen hatten. Weitere Studien sollen zeigen, ob das Ergebnis nicht nur Zufall war.
Medizin vom Baum
Wenn im Herbst die reifen Kastanien von den Bäumen fallen, freuen sich vor allem Kinder. Die zum Spielen und Basteln beliebten Samen sind jedoch nicht zum Verzehr geeignet. Sie enthalten ein Gemisch pflanzlicher Wirkstoffe, hauptsächlich Flavonoide und Aescin. Dieses wirkt entzündungshemmend, gefäßabdichtend, beugt Wassereinlagerungen in den Beinen vor und unterstützt eine Kompressionstherapie bei Venenschwäche.
Spaziergänge schützen vor Erkältung
Wer fünfmal pro Woche für wenigstens 45 Minuten spazieren geht oder andere regelmäßige körperliche Aktivitäten von mittlerer Intensität entfaltet, hat gute Chancen, seltener unter Erkältungen zu leiden. Das ergab eine Studie amerikanischer Mediziner mit 115 übergewichtiger, nichtrauchenden Frauen mit überwiegend sitzender Tätigkeit. In den letzten drei Monaten der über ein Jahr laufenden Studie berichteten die körperlich aktiven Frauen dreimal seltener über Erkältungen als die Frauen einer Kontrollgruppe.
Gift gegen Schmerz
Die südamerikanische Tarantel Psalmopoeus cambridgei könnte künftig ein gutes Mittel gegen Schmerzen unterschiedlichster Ursache liefern. Wie ein deutsch-französisches Forscherteam in dem Magazin Nature Neuroscience berichtet, wirkt der Eiweißstoff Psalmotoxin 1 ähnlich wie Morphin, das stärkste bekannte Schmerzmittel. Das Gift blockiert bestimmte Kanäle in den Nervenzellmembranen und aktiviert körpereigene schmerzhemmende Botenstoffe.
Mehr Power durch ein kurzes Schläfchen
Ein kurzer Mittagsschlaf erhöht die Leistungsfähigkeit in den darauf folgenden Stunden um etwa 25 %, ergab eine Untersuchung an der Universitätsklinik für Neurologie in Wien. Dabei hat sich gezeigt, dass jemand, der ein Mittagstief hat und dann einen Mittagsschlaf macht, danach um bis zu 25 % mehr leistet als wenn er nicht schläft. Die günstigen Auswirkungen eines Schläfchens untertags zeigten sich besonders bei der Erledigung von Geschicklichkeits- und Merkfähigkeitsaufgaben.

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