Wenn der Körper übersäuert ist, sieht man es häufig als Erstes an der Haut – das Bindegewebe wird schlaff, Zellulitis nimmt zu. Wir fühlen uns müde, der Stoffwechsel wird träge. Der Grund: Das Säure-Basen-Gleichgewicht gerät aus dem Takt. Das passiert vor allem, wenn wir im Stress sind, viel rauchen oder ungesund essen. Essen z. B. Fleisch, bildet im Stoffwechsel Harnsäure, nach Fettem und Süßem entsteht Essigsäure. In geringen Mengen ist das für den Körper kein Problem, er kann den Säureüberschuss über ein raffiniertes Puffersystem neutralisieren. Entstehen aber zu viele Säuren, kommt es irgendwann zu einer Übersäuerung.

Die Folgen: Das Bindegewebe verliert seine Fähigkeit, Wasser zu binden und wird dadurch undurchlässig und weniger elastisch. Der Transport von Sauerstoff und lebenswichtigen Nährstoffen in die Zellen und der Abtransport von Stoffwechselendprodukten aus den Zellen werden behindert. Unsere Entgiftungsorgane müssen jetzt Höchstleistungen vollbringen. Dazu gehört auch die Haut. Über sie schwitzen wir täglich Säuren aus. Mit Basen-Bädern können Sie ihr helfen, sich von Schlacken und einem Säure-Überschuss zu befreien, und bringen damit den Stoffwechsel wieder in Schwung.

Beim Baden öffnen sich durch die Wärme die Hautporen. Die in der Unterhaut gespeicherten sauren Schlacken gelangen an die Hautoberfläche und werden im basischen Wasser-Milieu neutralisiert. Mit einem pH-Test-Streifen (Apotheke) können Sie selbst überprüfen, dass das wirklich funktioniert: Ein basisches Vollbad hat zu Beginn einen stark basischen pH-Wert von 8,5. Nach dem Bad sinkt der Wert auf den schwach basischen Wert von 7,5. Die Säureausscheidung über die Haut reduziert also eine Badewannenfüllung um einen pH-Wert. Diese Säuren haben vorher Ihren Körper und den Stoffwechsel belastet. Den Entsäuerungseffekt können Sie verstärken, wenn Sie die Haut vor dem Baden mit einer Bürste oder einem Handschuh massieren – das regt die Durchblutung an. Wenn Sie diese Bäder regelmäßig anwenden, fühlen Sie nach wenigen Wochen schon den ersten Erfolg. Die Cellulitis verringert sich und die Haut wird geschmeidiger. Aber auch innerlich wird der Körper wieder aktiviert und Sie nehmen automatisch ab.

So machen Sie Basen-Bäder:
Für ein Vollbad geben Sie ca. 150 g basisches Mineral-Badepulver (z. B. aus dem Reformhaus) ins Badewasser. Die Badetemperatur sollte nicht über 37 ° C sein. Prüfen Sie mit einem Teststreifen den pH-Wert. Er sollte mindestens 8,4 oder basischer sein. Eventuell mehr Salz zugeben. Sie sollten mindestens eine dreiviertel Stunde im Wasser bleiben, da der Entsäuerungsprozess über die Haut erst nach ungefähr einer halben Stunde beginnt. Sie können nach Bedarf warmes Wasser nachfüllen. Nach dem Bad lassen Sie das Wasser am Körper leicht antrocknen und schwitzen noch für mindestens 1 Stunde zugedeckt nach.

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