Weihnachtsgewürze


Dieser Artikel wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von
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Gerade die Weihnachtszeit ist für die meisten Menschen mit einer Vielzahl von Düften und Gerüchen verbunden, die ihren Ursprung in der Welt der Kräuter und Gewürze haben. Der Duft nach frisch gebackenen Plätzchen mit Anis, Zimt und Vanille erinnert an das Weihnachtsfest, an die vielfältigen Kindheitserinnerungen im Kerzenschein unter dem Tannenbaum.

Doch nicht nur die Weihnachtsbäckerei selbst nimmt die Aromen der Gewürze in Anspruch – viele Dekorations- und Wohlfühlangebote von Duftkerzen über ätherische Öle bis hin zu Tee nutzen die mit dem Wohlbefinden assozierten Düfte.

Ein Grund mehr, den Weihnachtsgewürzen und ihren Nutzungsvarianten auch ein wenig aus naturheilkundlicher Sicht über die Schulter zu schauen.

Anis und Sternanis

Das Aroma des Anis ist würzig-süß und findet in der Naturheilkunde vor allem bei Erkrankungen der oberen Atemwege sowie bei Magen-Darm-Erkrankungen Anwendung. Besonders bekannt ist der Anis in einer Mischung mit Fenchel- und Kümmelfrüchten in Milchbildungs- und Säuglingstees.

Der Sternanis ist in seiner Verwendung mit dem normalen Anis vergleichbar. Er wird wegen seines mild-runden Aromas und seiner dekorativen Form immer beliebter.

Da jedoch Allergien möglich sind, sollte man eine Unverträglichkeit ausschließen und Anis sowie Sternanis nur in Maßen genießen.

Gewürznelken

Die Gewürznelken stammen von einem immergrünen Baum, dessen Blütenknospen getrocknet sowohl als Gewürz, aber auch als Heilmittel in der Naturheilkunde Erwähnung finden. Bekannt ist die Wirkung von Gewürznelken bei Zahnschmerzen. Die antibakterielle und schmerzlindernde Wirkung im Mund-Rachen-Bereich ist zwar nur von kurzer Dauer, dafür jedoch gerade bei Entzündungen hilfreich, um möglichst schmerzfrei bis zum Zahnarzt zu kommen.

Weniger bekannt ist das Anwendungsgebiet der Gewürznelke im Magen-Darm-Trakt. Hier wirken die Blütenknospen Appetit anregend und verdauungsfördernd besonders bei fetten Speisen.

Ingwer

Ingwer gilt fast schon als „Allheilmittel“ in der Naturheilkunde. Er wird als schmerzlindernd bei Kopfschmerzen, Magenschmerzen und Menstruationsbeschwerden, schleimlösend bei Husten, Magen stärkend sowie als heilsam bei allen Arten von Übelkeit. Gleichzeitig sagt man ihm regulierende Fähigkeiten im Bereich der Verdauungsäfte nach.

Bei schwangerschaftsbedingter Übelkeit sollte man jedoch auf den Gebrauch von Ingwer verzichten.

Kardamom

Das leicht balsamisch-scharfe Aroma von Kardamom zeichnet ihn als typisches Lebkuchengewürz aus. Seine Inhaltsstoffe sind krampflösend und anregend sowie förderlich für den Verdauungstrakt.

Seine Einsatzgebiete in der Naturheilkunde werden bei Erkältungen und Erkrankungen der Atemwege, Blähungen, Menstruationsbeschwerden und Wechseljahrsbeschwerden beschrieben.

Koriander

Koriander ist unter anderem dafür bekannt, dass er Mundgeruch nach deftigen Speisen ein wenig lindern kann. Hauptsächlich sieht die Naturheilkunde jedoch sein Anwendungsgebiet im Bereich von krampfartigen Schmerzen des Magen-Darm-Traktes. Das typische Lebkuchengewürz Koriander passt daher in der Küche auch zu fetten Speisen.

Muskatnuss

Muskat gilt in der Naturheilkunde als nervenstärkend, antibakteriell, krampflösend und verdauungsfördernd. Entsprechend wird er eingesetzt bei seelischer Angespanntheit, insbesondere, wenn diese sich auf den Magen-Darm-Trakt niederschlagen, beispielsweise bei Blähungen, Magenkrämpfen, Leber- und Galle-Störungen, Menstruationsbeschwerden oder auch bei Durchfall.

Aufgrund seiner starken Wirkung jedoch sollte Muskat als Heilmittel nicht in der Selbstmedikation verwendet werden und auch als Gewürz stets nur sparsam dosiert werden.

Safran

Das bis heute teuerste Gewürz der Welt ist auch in der Naturheilkunde vielfältig nutzbar. Safran gilt als krampflösend bei Husten ebenso wie bei Koliken und Magenkrämpfen. Des weiteren wird er als Heilmittel bei Gelbsucht und Schlaflosigkeit benannt.

Auch bei Safran gilt das Gebot des sparsamen Umgangs mit dem Gewürz, nicht etwa, weil er so teuer ist, sondern auch, weil Safran in hohen Dosen giftig ist. Entsprechend ist er zumeist in Kleinmengen im Handel erhältlich.

Vanille

Das als Vanille bekannte Gewürz stammt von den unreifen, getrockneten Früchten einer südamerikanischen Orchideenart. Ihre Heilwirkung wird von der Naturheilkunde im Bereich von rheumatischen Erkrankungen gesehen. Als weitere Eigenschaft soll sie muskelstärkend und potenzerhöhend wirken können. Ihr Aroma hingegen wird als stimmungsaufhellend beschrieben.

Zimt

Zimt besitzt ein mild-würziges Aroma, das wie wohl kein anderes in die Weihnachtszeit einstimmt. Er gilt als nerven- und immunstärkend, antimikrobiell, durchblutungsfördernd, blutzuckersenkend, entkrampfend sowie schmerzstillend. Seine durchblutungsfördernde Wirkung jedoch ist maßgeblich dafür, dass der Zimt in der Schwangerschaft nicht genutzt werden sollte, um vorzeitige Wehentätigkeiten zu vermeiden. Auch sollte man Zimt nur in Maßen verwenden und vor allem darauf achten, dass man Ceylon-Zimt in der Nutzung bevorzugt: Zimt enthält Cumarin, welches in hohen Mengen zu Vergiftungen führen kann. Entsprechend sollte man auf einen möglichst niedrigen Cumaringehalt des gewählten Zimts achten – die Werte des handelsüblichen Ceylon-Zimts sind dabei ungefährlich.

Mehr über Kräuter, Gewürze und ihre vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten erfahren Sie im Kräuter-Informationsportal Herbaversum.

Text: Sabrina Kirsten
Internet: www.herbaversum.de

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