Karies erfolgreich vorbeugen

Das Zahnproblem Karies steht bereits am Anfang eines Menschenlebens: sieben von zehn Vorschulkindern sind davon befallen. Und bei den Zehnjährigen leiden schon 97 Prozent daran. Schuld daran sind die vielen Naschereien, die sehr oft vor dem Schlafengehen ohne anschließendes Zähneputzen verzehrt werden. Leider sind viele Eltern an der Karieserkrankung der Kinder mit schuld, weil sie den Kleinen abends zur Beruhigung ein Nuckelfläschchen mit gesüßtem Kräutertee geben. Das ist ein Verbrechen an den Zähnen. Die Bakterien an den Zähnen lösen in den Zuckerresten Gärprozesse aus. Dabei entstehen Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und aufbrechen. Dadurch entstehen dann die gefürchteten Löcher in den Zähnen.
Ganz besonders werden Kinder und junge Menschen bis zum 30. Lebensjahr von Karies heimgesucht. Danach nimmt das Risiko ab. Dafür nimmt dann die Gefahr einer Parodontose und von Zahnfleischentzündungen zu.
Doch nicht nur der Zucker verursacht Karies. Man weiß heute: Wenn der Zahnschmelz nicht entsprechend mit Mineralstoffen versorgt wird, dann ist er nicht mehr widerstandsfähig. Das hängt einerseits von der Ernährung, andererseits auch vom Stress ab, dem ein Mensch ausgesetzt ist. Wenn jemand längere Zeit starkem Stress ausgesetzt ist, dann verändert sich die Darmflora, vor allem jene Mikroorganismen, die aus der Nahrung den Mineralstoff Calcium und Fluor holen. Die Folge: Der Mineralgehalt im Zahnschmelz sinkt. Dadurch erfolgen in der äußeren Zahnschicht Einbrüche.
Keine Frage: Karieslöcher sind immer ein Fall für den Zahnarzt. Die typischen Symptome: Zahnschmerzen, vor allem beim Essen und Trinken und heißen, kalten oder sehr süßen Speisen und Getränken. Regelmäßige Besuche in der Zahnarztpraxis können helfen, dass diese Karieslöcher verhindert werden. Das scharfe Auge des Mediziners kennt die Vorboten von Karies. Es zeigen sich nämlich vorerst auf den Zähnen weiße Kreideflecken, weil dem Zahnschmelz Calcium entzogen wird. In diesem Stadium kann man mit entsprechenden Vorbeugemaßnahmen den Zahn retten. Und das sind die wesentlichen Maßnahmen zum Vorbeugen von Karies:

  • Benutzen Sie fluoridhaltige Zahnpasten. Dadurch kann der Zahnschmelz gekräftigt werden.
  • Reduzieren Sie den Konsum von allzu süßen, zuckerreichen Speisen. Und wenn Sie es nicht lassen können, dann müssen Sie sofort danach gründlich die Zähne putzen.
  • Wenn Sie Zitrusfrüchte essen – Orangen, Mandarinen, Grapefruits -, dann sollten Sie mit dem Zähneputzen etwa eine Stunde warten. Wenn Sie unmittelbar nach dem Verzehren der Früchte putzen, dann verletzen Sie mit der Fruchtsäure den Zahnschmelz.
  • Zuckerfreie Kaugummis sind zu empfehlen. Sie fördern die Produktion von bakterienabtötendem Speichel.
  • Das Wichtigste ist das tägliche gründliche Zähneputzen. Einmal am Tag ist ein Muss. Dreimal am Tag wäre besser, unmittelbar nach den Mahlzeiten. Die Zahnbürste allein schafft das nicht. Setzen Sie auch Zahnbürstchen und Zahnseide ein, damit wirklich alle Speisereste in den Zahnzwischenräumen entfernt werden.

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