Wenn Sie gern rohes Sauerkraut essen, oder Mixed Pickles oder auch eingelegte Oliven, dann sollten Sie diese Gewohnheiten beibehalten. Sie liegen damit nämlich vollkommen richtig. Bei all diesen Köstlichkeiten spielen Milchsäurebakterien eine wichtige Rolle. Sie produzieren – wie der Name schon sagt – große Mengen von Milchsäure. Und diese wieder ist eine wahre Medizin für unseren Darm. Auf einen Nenner gebracht, kann man sagen: Die milchsauren Gemüseprodukte stärken das Immunsystem in unserem Darm und bewahren uns vor vielen gesundheitlichen Störungen im gesamten Verdauungstrakt.
Nicht nur die Bakterien im Joghurt, sondern auch die Milchsäurebakterien im fermentierten Gemüse sind wertvolle Helfer einer gesunden Darmflora. Sie geben den positiven Darmbakterien Kraft. Mann kann also sagen: Auch Sauerkraut, eingelegte Paprika, aber auch Sauerkrautsaft, Rote-Bete-Saft, Selleriesaft besitzen so genannte probiotische Eigenschaften. Die Milchsäurebakterien, die seit Jahrhunderten zum Haltbarmachen von Gemüse benutzt werden, gelangen in lebendem Zustand in den Dickdarm des Menschen. Die Magensäure kann ihnen nichts anhaben. Und hier im Darm gehen sie sofort ans Werk, regen das Immunsystem des Verdauungstraktes an, fördern die Produktion von Milchsäure und neutralisieren Gär- sowie Fäulinisvorgänge im Darm.
Die Milchsäurebakterien entstehen, wenn man Gemüse kleinschneidet, mit Salz versieht und in einem Gefäß abstellt. Die Bakterien geben den Lebensmitteln dann auch das säuerlich-würzige Aroma, das viele Menschen so schätzen. Und sie machen die festen Teile von Gemüse – wie zum Beispiel die harten Blätter des Kohls beim Sauerkraut – weich und leichtverdaulich.
Wichtig für eine gut funktionierende Verdauung und für ein gesundes Darmmilieu: Milchsaures Gemüse muss man roh essen, darf es nicht erhitzen. Sonst sterben die wertvollen Milchsäurebakterien ab. Die verdauungs- und gesundheitsfördernde Wirkung geht damit verloren.

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