Halsschmerzen gelten als Vorboten einer Erkältung. Tatsächlich ist ein Kratzen im Hals meist ein Zeichen dafür, dass Schnupfenviren die Schleimhautbarriere im Nasen- und Rachenraum bereits durchdrungen und eine Entzündungsreaktion ausgelöst haben. Und genau dies ruft den Schluckschmerz hervor.
Die Schleimhäute im Hals werden in einer natürlichen Abwehrreaktion stärker durchblutet, damit die Eindringlinge schneller bekämpft werden können. Das verursacht eine Rötung und Erwärmung des Gewebes. Es schwillt an, wodurch Druck auf bestimmte Nervenenden und schließlich Schmerz entsteht. Meist helfen bereits einfache Hausmittel und frei verkäufliche Arzneimittel aus der Apotheke, die Beschwerden zu lindern und ein Ausbreiten des Infekts zu verhindern.
Sensible Menschen spüren eine Erkältungskrankheit schon, bevor sie richtig begonnen hat: am Frösteln, am trockenen Hals und an der Müdigkeit. Wer solche Anzeichen bei sich bemerkt, sollte den Schongang einlegen. Das bedeutet konkret, berufliche wie private Aktivitäten, falls möglich, auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.
Sorgen Sie für Entspannung und ausreichend Schlaf. Vielen tut in dieser Phase ein Erkältungsbad gut. Für sportlich Aktive gilt: sanfte Ausdauersportarten vorziehen und nicht bei erhöhter Körpertemperatur laufen. Bei Halsschmerz und Schluckbeschwerden sollten Sie auf Nikotin und Alkohol verzichten, weil sie die strapazierte Rachenschleimhaut zusätzlich reizen.
Halten Sie die Schleimhäute stets feucht. Das Einfachste ist, über den Tag hinweg genügend Flüssigkeit (mindestens 1,5 Liter) zu trinken. Meiden Sie kohlensäurehaltige und allzu heiße Getränke. Einige Menschen haben bei Halsschmerzen Lust auf warme Milch mit Honig oder (Kräuter-)Tees. In der Apotheke erhalten Sie Mischungen, die Salbei, Pfefferminze, Anis, Melisse, Kamille, Spitzwegerich oder Eukalyptus enthalten. Bei rechtzeitiger Einnahme stärken Fertigpräparate aus Sonnenhut, Wasserdost oder homöopathische Mittel die Abwehrkräfte und fördern die Heilung.
Mindestens ebenso wichtig ist es, die Räume gut zu lüften. Öffnen Sie spätestens alle zwei Stunden ein Fenster. Das hilft gegen trockene Heizungsluft. Wer sich nicht allzu schlapp fühlt, sollte mindestens zweimal am Tag hinaus an die frische Luft. Die Bewegung und die dabei entstehende Körperwärme regen die Durchblutung der Schleimhäute an und unterstützen so die körpereigene Abwehr. Ziehen Sie sich warm an, und binden Sie sich einen dicken Schal um den Hals. Denken Sie an kalten Tagen auch an eine Kopfbedeckung und an Handschuhe.
Desinfizieren Sie regelmäßig Ihre Schleimhäute, das vermindert die Anzahl im Rachenbereich eindringender Viren. Dies gelingt am besten mit Halstabletten, Gurgellösungen oder Halssprays. Präparate zum Lutschen mit Emser Salz, Isländisch Moos, Thymian und Salbei lindern das Kratzen im Hals, fördern den Speichelfluss und bilden einen schützenden Film auf der Schleimhaut. Meist wird empfohlen, alle zwei bis drei Stunden eine Tablette im Mund langsam zergehen zu lassen, am besten unter der Zunge oder in einer Wangentasche. Manchmal kann die vorübergehende Einnahme eines schmerzstillenden Mittels, zum Beispiel mit dem Wirkstoff Paracetamol, sinnvoll sein.

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