Ausgrabungen in Mexiko haben es bewiesen: Amaranth ist das älteste Getreide der Welt. Es war bereits vor 5000 Jahren das Hauptnahrungsmittel bei den mittelamerikanischen Kulturen. Auf tausenden Hektar Land bauten die Inkas und Azteken die hoch wachsende, rötliche Pflanze mit den kleinen rosafarbenen Samenkörnern an. Sie waren überzeugt: Amaranth konnte das Leben verlängern, viele Krankheiten heilen und der Frau die nötige Kraft für ihre Kinder geben.
Mit dem Ausrotten der Inkas und Azteken durch die europäischen Eroberer geriet Amaranth fast in Vergessenheit. Durch Zufall entdeckte vor ein paar Jahren der peruanische Biologe Luis Sumar Kalinosky das Amaranthgetreide als verwilderte Pflanze an abgelegenen Regionen des Tales von Cuzso. Die dort lebenden Indios erzählten, dass ihre Vorfahren dieses Getreide als Lebenselixier betrachteten. Seither wird Amaranth wieder angebaut. Es erlebt in Peru sein Comeback.
Untersuchungen haben ergeben, dass es sich wirklich um ein Getreide handelt, das man mit Recht als Lebenselixier bezeichnen kann:

  • Der Proteingehalt von Amaranth ist weitaus höher als bei Weizen, Reis und Mais. Der Amaranthkeim enthält bis zu 30 Prozent Protein.
  • Amaranth enthält 20 Prozent Fett auf der Basis von ungesättigten Fettsäuren. Das sind Fette, die positiv in den Fettstoffwechsel eingreifen und sogar Fettschlacken abbauen helfen.
  • Bei der Versorgung mit Eiweiß ist der menschliche Organismus auf die Zufuhr verschiedener Eiweißbausteine angewiesen. Das sind die essentiellen Aminosäuren. Für eine ausgewogene Ernährung brauchen wir 21 Aminosäuren, die ausschließlich im Fleisch und im Amaranth zu finden sind. Damit wird das Inkakorn für Vegetarier und all jene interessant, die wenig Fleisch essen.
  • Amaranth enthält doppelt so viel von der Aminosäure Lysin wie Weizen, dreimal so viel wie Mais und genauso viel wie Milch. Lysin ist ein wichtiger Impuls für Konzentration und geistige Aktivität.
  • Amaranth liefert sehr viele Ballaststoffe, doppelt so viel wie Weizen und vierhundertmal so viel wie Reis.
  • Der Anteil an Kalzium ist fünfmal so hoch wie beim Reis. Daher ist Amaranth zur Vorbeugung gegen Osteoporose geeignet.
  • Der Gehalt an Eisen ist viermal so hoch wie beim Weizen, zwanzigmal so hoch wie beim Reis.

Studien in Peru und Washington haben ergeben, dass der regelmäßige Verzehr von Amaranth entscheidende gesundheitliche Vorteile haben kann.

  • So kann chronische Müdigkeit abgebaut werden. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass im Amaranth ein Vielfaches an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen von dem nachzuweisen ist, was andere Getreidesorten aufweisen.
  • Es konnten deutliche Linderungen bei chronischen Kopfschmerzen und Migräne beobachtet werden.
  • Die Verdauung normalisiert sich. Verstopfung kann behoben werden.
  • Es kommt zu einer deutlichen Verbesserung der Konzentration und der geistigen Aktivität.
  • Magenschleimhautentzündung, Magenübersäuerung, sogar Magengeschwüre wurden positiv beeinflusst.

Und so kann man Amaranth verarbeiten: Man kann das Getreide kochen, als Beilage servieren oder als Suppeneinlage verwenden. Man kann es mit anderen Zutaten zu einem Müsli verarbeiten. Man kann Amaranth zu Mehl vermahlen, Brot, Gebäck und Kuchen daraus backen. Oder auch Amaranth-Popcorn herstellen, indem man die Körner kurzzeitig erhitzt, bis sie aufplatzen.

Comments are closed.

Impressum
Nutzungsbedingungen