Egal, ob unruhiger Schlaf, Kopfschmerzen oder Rückenbeschwerden – mit dem richtigen Fingerspitzengefühl lassen sich kleine Wehwehchen ganz leicht wegmassieren. Und sogar chronische Erkrankungen, wie z. B. Arthrose, können gelindert werden.
Hinter der Reflexzonenmassage steckt keine Magie, sondern Kenntnisse aus über 6000 Jahren. Im alten China, bei den Inkas und im antiken Ägypten – überall wurden bereits Schmerzen durch sanften Druck gelindert und die Lebensgeister aktiviert. Anfang des 20. Jahrhunderts kombinierte der amerikanische Arzt Dr. W. H. Fitzgerald das Heilwissen indianischer Volksmedizin mit den Erfahrungen aus seiner eigenen Praxis. Damit legte er den Grundstein der modernen Reflexzonenmassage. In Deutschland machte vor allem Hanne Marquardt die Heilmethode bekannt. Sie hilft besonders bei Rheuma, Migräne, Verdauungsproblemen, Verspannungen und Allergien. Theoretisch profitiert jeder vom sanften Druck. Lediglich Schwangere und fiebrige Menschen sollten vor einer Behandlung ihren Hausarzt fragen.
Die Reflexzonen-Therapie geht davon aus, dass es für jedes Körperteil und Organ einen entsprechenden Reflexpunkt an Händen und Füßen gibt. Mit speziellen Griffen können diese indirekt stimuliert und so Blockaden und Spannungen gelöst werden. Ob dafür die Nerven- oder Energiebahnen im Körper verantwortlich sind, ist noch nicht erforscht. Doch die Ergebnisse zeigen, dass die Reflexzonenmassage tatsächlich funktioniert.
Erfahrungsgemäß sind die Reflexzonen der Füße besonders empfänglich für Berührungen. Grund dafür sind wahrscheinlich die 72 000 Nervenenden, die den gesamten Körper vernetzen. Diese Reizpunkte, die so genannten Relax-Auslöser, stehen in direkter Verbindung mit den Organen. So stellen die großen Zehen z. B. den Kopf dar. Wer bei Migräne oder Kopfweh die Zehen sanft knetet, spürt oft schon nach wenigen Minuten, wie der stechende Schmerz nachlässt. Bei allgemeinen Verspannungen hilft, mit beiden Händen den Fuß zu umfassen und die Daumen gegeneinander zu schieben. So massieren Sie nun von den Zehen bis zur Ferse. Das lockert die verkrampfte Muskulatur.
Auch im Alltag können Sie die Reflexzonen ganz nebenbei aktivieren. Gehen Sie möglichst oft barfuß und lassen Sie Licht, Luft und Wasser an die Füße.

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