\“Bei Bauchweh schwör\‘ ich auf Fencheltee; meine Oma nahm gegen Schlafprobleme immer Baldrian …\“ Rezepte aus der Natur-Apotheke gibt es viele. Und jeder weiß ein anderes Hausmittel, das garantiert Wunder wirkt. Tatsache ist: Nach dem Sparkurs durch die Gesundheitsreform setzen immer mehr Menschen bei Alltagsbeschwerden verstärkt auf Selbsthilfe mit Rezepten aus der Naturmedizin. Denn Baldrian & Co. haben nicht nur eine erstaunliche Heilwirkung, sie schonen auch den Geldbeutel.
Probieren Sie doch die sanften Helfer auch mal aus. Die folgende Liste nennt die besten Mittel von Augentrost bis Ingwer. Doch Achtung: Wenn sich die Beschwerden auch nach Tagen nicht bessern, ist ein Arztbesuch unumgänglich.

A wie Augentrost
Heilkraft: Hilft bei Lidrandentzündung und Gerstenkorn.
Anwendung: Für eine Kompresse oder zum Auswischen des Auges 1-2 TL des Krautes (Apotheke) mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, 8 Minuten ziehen lassen. Die getränkte Watte-Kompresse 2-3-mal pro Tag 10 Minuten auf die geschlossenen Augen legen.

B wie Baldrian
Heilkraft:
Hilft bei Ein- oder Durchschlafproblemen, verbunden mit Leistungsabfall.
Anwendung: Für einen Beruhigungstee je EL Baldrianwurzel, Hopfenzapfen, Fenchelsamen (gequetscht) und Lavendelblüten mit 150 ml siedendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. 1/2 Stunde vor dem Schlafengehen 1 Tasse trinken.

C wie Cranberries
Heilkraft: Hilft bei chronischen Harnwegsinfekten.
Anwendung: Jede zweite Frau hat mindestens einmal im Leben eine schmerzhafte Blasenentzündung. Täglich ein Glas Cranberry-Saft (Supermarkt) beugt Studien zufolge Harnwegsinfekten vor. Der Beerensaft verhindert, dass sich Bakterien einnisten.

D wie Dill
Heilkraft:
Hilft bei Magen- und Darmproblemen.
Anwendung: Der Tee wird bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden und Müttern bei mangelnder Milchbildung gegeben, Sitzbäder lindern Unterleibsbeschwerden. Tee-Rezept: 2 TL mit kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen. Über den Tag verteilt 2-3 Tassen trinken. Für ein Sitzbad: 30 g Samen auf 1 l siedendes Wasser geben, aufkochen. 15 Minuten ziehen lassen, durchsieben und zum Badewasser gießen. 

E wie Echinacea
Heilkraft:
Stärkt die Abwehrkraft.
Anwendung: Echinacea (Roter Sonnenhut) mobilisiert die Abwehrzellen im Körper. Symptome wie Schnupfen, Husten, Halsweh oder Gliederschmerzen werden sanft gemildert, die Dauer der Erkältung von 10 auf 7 Tage verkürzt. Als Presssaft in Apotheken erhältlich. Im Akutfall 50 Tropfen in 1/2 Glas Wasser einnehmen, dann stündlich 20 Tropfen bis zum Abklingen der Erkältungssymptome.

F wie Fenchel
Heilkraft:
Hilft bei Durchfall und Blähungen.
Anwendung: Fencheltee mit Traubenzucker und einer Prise Salz lindert die schmerzhaften Magen-Darm-Symptome. Heilerde (1 TL in einer Tasse Kräutertee) bremst das Wachstum schädlicher Darmbakterien. Hinweis: Säuglinge und Kleinkinder sollten bei Durchfall/Erbrechen immer zum Arzt.

G wie Ginkgo
Heilkraft: Hilft bei Vergesslichkeit, Konzentrationsstörungen, Durchblutungsstörungen.
Anwendung: Neueste wissenschaftliche Studien zeigen: Kurmäßig eingenommen steigert Ginkgo-Extrakt bei der Generation 50 plus die Hirndurchblutung, fördert den Sauerstofftransport und aktiviert den Zellstoffwechsel.

H wie Hollunder
Heilkraft: Hilft bei Erkältungen und Reizhusten.
Anwendung: Schon unsere Größmütter setzten bei Erkältungen und Fieber auf heißen Hollunderbeersaft. Zu Recht, denn die Heilwirkung wurde kürzlich durch eine israelische Studie belegt: Die Mediziner fanden heraus, dass in der Beere enthaltene Eiweißstoffe Krankheitserreger abfangen, bevor diese die Körperzellen angreifen können. Deshalb bei den ersten Erkältungsanzeichen heißen Hollunderbeersaft oder Hollunderbeersuppe zu sich nehmen.

I wie Ingwer
Heilkraft: Hilft gegen Reisekrankheit, Übelkeit und Erbrechen.
Anwendung: Vor Reiseantritt ein Stück geschälte Ingwerknolle oder getrocknete Ingwerstückchen kauen. Alternativ helfen Fertigpräparate aus der Apotheke.

Teil 2 (J wie Johanniskraut bis R wie Rosskastanie) folgt demnächst.

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