Viele Menschen wissen nicht, dass zahlreiche Medikamente (ca. 12,5 Prozent aller Präparate) in Kombination mit bestimmten Lebensmitteln unerwünschte Nebenwirkungen auslösen können. Meist ist die Wechselwirkung nicht gefährlich, das Risiko erhöht sich aber deutlich, desto mehr Medikamente der Patient zu sich nimmt. Die Begleiterscheinungen reichen dabei von einer einfachen Wirkungsreduzierung des Medikaments bis hin zu Herzrasen oder Schlafstörungen.
Nachfolgend finden Sie drei geläufige Wechselwirkungen zwischen Nahrungsmitteln und Medikamenten aufgelistet:

  • Antibiotika und Milchprodukte: Milchprodukte und Antibiotika harmonieren nicht. Tetrazyklische Antibiotika können mit dem Milch-Kalzium Verbindungen eingehen, die der menschliche Organismus nicht mehr aufspalten kann und folglicherweise die Wirkung des Präparates deutlich abgeschwächt wird.
    Es wird daher empfohlen, kalziumhaltige Lebensmittel frühestens zwei Stunden nach der Einnahme von Antibiotika zu verspeisen.
  • Antibiotika und koffeinhaltige Getränke: Antibiotika, die Gryasehemmer als Wirkstoff enthalten, können in Kombination mit Koffein Nervosität, Herzrasen und Schlafstörungen auslösen. Es empfiehlt sich daher, während der Einnahmezeit völlig auf Kaffee oder schwarzen Tee zu verzichten.
  • Eisentabletten und koffeinhaltige Getränke: Präparate gegen Eisenmangel verlieren ihre Wirkung, wenn sie zusammen mit koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee oder schwarzem Tee eingenommen werden. Die Gerbsäure in den Getränken bindet die Eisenionen im Magen an sich und so scheidet der Körper das Eisen über den Stoffwechsel wieder aus anstatt es über den Blutkreislauf aufzunehmen. Daher sollte man ungefähr zwei Stunden vor und nach der Einnahme eines solchen Präparates kein koffeinhaltiges Getränk zu sich nehmen.

Weitere Wechselwirkungen zwischen Lebensmitteln und bestimmten Arzneimitteln stehen in dem Artikel \“Risiko Nahrungsmittel – Wechselwirkungen mit Medikamenten\“

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