Akupunktur hilft, Krankheiten zu lindern oder zu heilen. Das hat die Zwischenauswertung einer großen Untersuchung gezeigt. Bei Behandlungen im Rahmen der Gerac-Studie unter Federführung der Ruhr-Universität Bochum im Auftrag der AOK und anderer gesetzlicher Krankenkassen wurden die Beschwerden von 90 Prozent der Teilnehmer verringert. Ungefähr die Hälfte dieser Patienten wurde wegen Rückenschmerzen behandelt, rund ein Viertel gegen Kopfschmerzen, mehr als zehn Prozent litten unter einer Knie- oder Hüft- Arthrose. Unklar blieb aber, wie die Akupunktur wirkt. Bei einigen Krankheiten sprechen die Patienten auch auf leichte Stiche an, die nicht an den in der chinesischen Medizin vorgeschriebenen Punkten gesetzt werden.
In Deutschland wenden bereits mehr als 12.000 Ärzte bei Krankheiten wie Asthma, Arthrose, Allergien und Kopfschmerz Akupunktur an. Jährlich werden bis zu zwei Millionen Patienten damit behandelt.
Das Problem: Mittlerweile existieren zwar Standards für die Akupunktur- Ausbildung der Therapeuten, genaue Richtlinien fehlen jedoch noch. So können auch Therapeuten ohne ausreichende Kenntnisse im Namen der traditionellen chinesischen Medizin behandeln. Die Forschungsgruppe Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin (FATCM) hat deshalb ein Qualitätssiegel entwickelt. Um es zu erhalten, müssen Ärzte eine Vollausbildung in Akupunktur von 350 Stunden Umfang und eine kontinuierliche Weiterbildung mit 25 Stunden pro Jahr nachweisen. Weitere Qualitätsnachweise sind das A-Diplom mit rund 144 sowie das B-Diplom mit rund 214 Unterrichtseinheiten. Denn das Setzen der Nadeln kann auch gefährlich sein. Wird eine Nadel beispielsweise zu dicht am Auge gesetzt, droht im schlimmsten Fall eine Erblindung. Grundsätzlich gilt: Nach der achten Akupunktur-Sitzung sollte eine Verbesserung der Beschwerden zu spüren sein.
Weitere Informationen zu diesem Siegel stehen im Artikel \“Akupunktur: Ein neues Siegel bürgt für Qualität\“

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