Zwiebeln und andere Liliengewächse wie Knoblauch, Schalotten und Schnittlauch enthalten schwefel- und sulfidhaltige Substanzen, die vor Krebs sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen können. Magenkrebs ist eine Krebsart, deren Auftreten eng mit der aufgenommenen Nahrung im Zusammenhang steht. In Anbaugebieten für Zwiebeln und Knoblauch, in denen der Verzehr dieser Liliengewächse überdurchschnittlich hoch liegt, war die Sterberate bei Magenkrebs jeweils deutlich niedriger. In einer kontrollierten Studie wurde bei dem Verzehr von mehr als einer halben Zwiebel pro Tag eine deutliche Verringerung des Magenkrebsrisikos nachgewiesen. Genauso lässt sich auch ein verringertes Risiko für Dickdarmkrebs bei einem hohen Verzehr von Knoblauch und Zwiebeln feststellen. Für diese schützende Wirkung sind wahrscheinlich vor allem die schwefelhaltigen Inhaltsstoffe der Zwiebeln und des Knoblauchs verantwortlich. Allerdings ist die Frage, ob die Liliengewächse nur in rohem Zustand diesen Effekt haben oder auch gekocht oder gebraten, bisher nicht ausreichend geklärt.
Aber Zwiebeln haben noch weitere positive Eigenschaften: Sie weisen einen hohen Gehalt des Flavonoids Quercetin auf. Quercetin wirkt antioxidativ, hilft also dem Körper bei der Abwehr der aggressiven freien Sauerstoffradikalen. Auch Quercetin wirkt antikanzerogen und antimikrobiell. Flavonoide sind hitzestabil, so dass auch in gebratenen Zwiebeln noch ein hoher Anteil davon enthalten ist.
Zwiebeln schützen auch das Herz: Ihre schwefelhaltigen Verbindungen hemmen die Verklumpung von Blutplättchen und beugen so der Bildung von Blutgerinnseln vor. Das Blut wird \“dünner\“, die gesamte Durchblutung verbessert sich. Als besonders wirksame Substanzen haben sich hierbei Ajoen und Allicin erwiesen. Ajoen hat einen ähnlich starken Einfluss auf die Blutplättchenaggregation wie Aspirin.
Noch mehr Wissenswertes über Zwiebeln und ihre Verwandten steht im Artikel „Zwiebeln und Knoblauch für die Gesundheit“

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