Dinkel, ein naher Verwandter des Weizens, wird in Deutschland immer mehr verzehrt, denn er ist ausgesprochen gesund und vielseitig. Menschen, die auf Weizen allergisch reagieren, finden häufig im Dinkel eine Alternative. Im Wachstum ist Dinkel anspruchslos, aber er braucht guten Ackerboden. Er ist kaum anfällig für Schädlinge, er ist winterhart, aber Kunstdünger treibt ihn nicht zu Höchstleistungen an und Zuchterfolge sind mit ihm nicht zu haben. Er schmeckt leicht nussig, ist beim Backen unproblematisch und steckt voller Vitamine und Mineralstoffe. Er ersetzt Kaffee und aus seinen Spelzen macht man Kissen, die Nacken und Schultern im Schlaf massieren.
Dinkel hat mehr Mineralstoffe und Vitamine zu bieten als der beste Weizen. Sein hoher Gehalt an Kieselsäure wirkt sich positiv auf Denkvermögen und Konzentration sowie die Gesundheit von Haut und Haaren aus. Wegen seines hohen Anteils an so genanntem Klebereiweiß, den Gluten, hat Dinkel hervorragende Backeigenschaften. Dinkel liefert ca. 62 Prozent Kohlenhydrate, 2,7 Prozent Fett, 8,8 Prozent Ballaststoffe, und 12 Prozent wertvolles Eiweiß, das in Spuren alle essenziellen Aminosäuren enthält. Eine der häufigsten Nahrungsmittelallergien ist die Weizenallergie, denn Weizen ist das am meisten manipulierte Getreide in der Ernährung. Interessant ist, dass Weizenallergiker bei Produkten aus Dinkelmehl selten Reaktionen zeigen – Zöliakie-Patienten hingegen sollten auch Dinkel meiden.
Dinkel ist mit dem Weichweizen verwandt und aus den Urweizenarten Einkorn und Emmer hervorgegangen. Im Gegensatz zum Weizen ist Dinkel anspruchsloser, standfester und wetterhärter.
Noch mehr über Dinkel steht in dem Artikel „Dinkel – ein gesundes Urkorn wiederentdeckt“

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