Trennkost ist eine von vielen Möglichkeiten, sich bewusst und gesund zu ernähren. Der noch vor rund 70 Jahren viel beschworene Gesundheitsaspekt, eine Übersäuerung des Körpers zu verhindern, indem man Eiweiß und Kohlenhydrate strikt trennt, ist jedoch mittlerweile widerlegt.
Brot mit Käse oder Kartoffeln mit Quark gelten mit dem Prinzip der Trennkost als unvereinbar. Der amerikanische Arzt Howard Hay war nämlich der Ansicht, dass seine Nierenerkrankung die Folge einer \“Übersäuerung\“ des Körpers sei, dies wiederum sei durch eine falsche Kombination der Nahrung verursacht. Eiweißhaltige Nahrungsmittel wie Milchprodukte und Fleisch sollten nicht gemeinsam mit kohlenhydrathaltigen wie Getreide gegessen werden. Eine falsche Kombination bewirke, dass die Nahrung nur unvollständig zerlegt wird. So würden Gärungen, Stoffwechselschlacken, Übersäuerung und letztlich chronische Krankheiten entstehen. Er stellte seine Nahrung drastisch um, trennte Säure bildende und Basen bildende Lebensmittel – und wurde wieder gesund. Seine Patienten behandelte er gleichermaßen, teilweise mit großem Erfolg. Und auch noch heute wird die so genannte Trennkost als \“Köhnlechner Trenndiät\“ oder \“Fit for Life\“- Diät propagiert, nicht nur als Mittel um sein Gewicht zu reduzieren, sondern auch als Heilmittel gegen Stoffwechselerkrankungen.
Wissenschaftler haben längst nachgewiesen, dass die Verdauung und Aufnahme aller Nährstoffe im neutralen bis basischen Milieu des Dünndarmes erfolgen. Der gesunde Organismus hält seinen Säuregrad relativ konstant, egal was wir essen. Sogar starke Salzsäure wie die Magensäure gelangt in den Darm und wird neutralisiert, ohne den Organismus zu übersäuern. Zu einer Übersäuerung (Azidose) kann es z.B. bei einer Stoffwechselentgleisung wie Diabetes kommen. Dies muss vom Arzt behandelt werden – und wird mit Diät unter ärztlicher Aufsicht unterstützt.
Weitere Informationen zur Trennkost lesen Sie im Artikel \“Trennkost – Thema mit Variationen\“

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