Als Bestandteil wichtiger Enzyme hilft Selen den Körperzellen nicht nur bei der Abwehr aggressiver Stoffwechselprodukte, den sogenannten freien Radikalen, sondern schützt sie auch vor giftigen Schwermetallverbindungen und schädlicher Strahlenbelastung wie UV-Licht oder Strahlen bei der Krebsbehandlung. Das gelingt aber nur unter der Voraussetzung, dass Selen in genügender Menge mit der Nahrung aufgenommen wird, um die Bildung der \“Schutzenzyme\“ zu fördern.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät daher, dass Erwachsene täglich etwa 30 bis 70 Mikrogramm Selen zu sich nehmen sollten. Dieser Wert wird allerdings über die moderne Ernährung häufig nicht mehr erreicht. Als \“essenzielles\“, also lebensnotwendiges Spurenelement muss Selen mit der täglichen Nahrung aufgenommen werden. Hauptquellen sind tierisches und pflanzliches Eiweiß. Besonders reich an Selen sind Innereien, Fisch, Nüsse und Steinpilze. Wegen der großen Unterschiede im Selengehalt der Böden schwankt der Selengehalt in Nutzpflanzen sehr stark. In vielen Regionen Europas, so auch in Deutschland, enthalten die Böden nur wenig Selen.
Welche Folgen ein Selenmangel haben kann, ist noch nicht endgültig erforscht. In extremen Selenmangelgebieten Chinas und Zentralrusslands wurden schwerste Herzmuskelerkrankungen und Erkrankungen der Gelenke beobachtet. In neueren Untersuchungen konnte außerdem ein Zusammenhang zwischen niedrigen Selenwerten und Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen sowie der Entstehung einer Arteriosklerose nachgewiesen werden.
Noch mehr Wissenswertes zu Selen steht im Artikel \“Selen – Schutz für die Zellen\“

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