Sodbrennen tritt vor allem nach reichhaltigen Mahlzeiten oder bei Stress auf. Wenn der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre nicht richtig funktioniert, kann der Speisebrei aus dem Magen zurückfließen. Damit gelangt auch Magensäure in die Speiseröhre, eine Mischung aus Salzsäure und eiweißspaltenden Enzymen, die in der Magenschleimhaut produziert wird, um Speisen zu verdauen und Krankheitskeime aus der Nahrung zu zerstören. Sporadische Säureangriffe kann die Speiseröhre noch verkraften. Geschieht dies jedoch regelmäßig, wird ihre empfindliche Scheimhaut verätzt und es kommt zu Entzündungen (Refluxösophagitis).
Viele Patienten leiden besonders in der Nacht. Im Liegen kann der Magensaft bis in den Mund fließen und von dort in die Atemwege gelangen. So kann Sodbrennen sogar chronische Bronchitis und asthmaartige Beschwerden auslösen. Langfristig besteht sogar die Gefahr, dass die Schleimhautzellen in der Speiseröhre entarten und Krebs entsteht. Neben den körperlichen Symptomen verursacht das Leiden gravierende Einschränkungen der Lebensqualität. Betroffene berichten von Ängsten vor versteckten schweren Krankheiten, seelischem Dauerstress und verminderter Vitalität.
Sodbrennen sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Bei leichten Beschwerden helfen säurehemmende oder säurebindende Medikamente, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind. Gleichzeitig sollte man fette und üppige Mahlzeiten meiden, Stress abbauen, Gewicht reduzieren, den Kaffeekonsumverringern, Alkohol meiden und das Rauchen einschränken. Wenn die Beschwerden mehrmals in der Woche auftreten oder länger als zwei bis drei Wochen anhalten, sollte der Arzt aufgesucht werden. 
Weiteres dazu steht im Artikel \“Sodbrennen – wann und wie behandeln?\“

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