Braunalgen, Rotalgen, Grünalgen, Blaualgen, Blaugrünalgen – viele Algen in schillernden Farben wachsen rund um den Globus unter dem Meeresspiegel und werden mittlerweile auch von den Europäern als exotisches Gemüse geschätzt.
Jedoch sollte man das Meeresgemüse mit Bedacht genießen: So gesund die ballaststoffreiche und fettarme asiatische Küche auch ist, der Jodgehalt mancher ihrer Algen übertrifft bei weitem alles, was die Zutaten der europäischen Küche zu bieten haben. Die Braunalgensorte Kombu zum Beispiel hat es in sich: Sie kann erstaunliche Mengen Jod speichern, sodass die Jodkonzentration in Kombublättern 40.000 mal so hoch ist wie im normalen Meereswasser. Schon ein zwanzigstel Gramm der getrockneten Blätter reicht aus, um die tägliche Jodzufuhr eines Menschen zu decken. Denn gerade weil Deutschland ein Jodmangelgebiet ist, kann eine plötzliche, übermäßige Zufuhr des Minerals unerwünschte Folgen haben: Es können so genannte \”funktionelle Autonomien\” in der Schilddrüse aktiviert werden. Dabei handelt es sich um Knoten, die sich besonders bei längerer mangelhafter Jodzufuhr entwickeln. Werden diese nach Jod \”dürstenden\” Bereiche der Schilddrüse plötzlich mit einem Überangebot von Jod versorgt, fangen sie an, unkontrolliert und in großen Mengen Schilddrüsenhormone herzustellen: Eine akute Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) kann die Folge sein.
Weitere Informationen dazu stehen im Artikel „Algen – bunte Gesundheit aus dem Wasser“

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