Fast jeder Dritte wird im Laufe seines Lebens mit der Diagnose Krebs konfrontiert. Die Gefahr, daran zu erkranken, kann jedoch durch ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung deutlich gesenkt werden. Das gilt insbesondere für Darmkrebs. Für die Primärprävention von Tumoren besitzen körperliche Aktivität und Sport einen hohen Stellenwert. Aber auch Übergewicht, insbesondere mit Fettansammlungen im Bauchbereich, gilt als hinreichend gesicherter Risikofaktor für eine Darmkrebserkrankung. Rund elf Prozent aller DarmkrebsfäIle werden darauf zurückgeführt. Wissenschaftler des deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam konnten einen Zusammenhang zwischen dem Verhältnis von Taillen-zu-Hüftumfang und dem Darmkrebsrisiko nachweisen. Ähnlich dem Body Mass Index (BMI) ist auch ein erhöhter Wert dieser \“Waist-to-Hip-Ratio\“ (kurz: WHR) ein Zeichen von Übergewicht, insbesondere für Fettansammlungen am Bauch. Ein WHR über Null bedeutet, dass der Bauchumfang den Umfang an der Hüfte übertrifft.
Genauso wirken sich Essgewohnheiten direkt auf das Darmkrebsrisiko aus. Ein hoher Verzehr von verarbeiteten Fleischwaren wie Wurst bedeutet ein fast 50 Prozent erhöhtes Risiko für Darmkrebs. Bei unverarbeitetem \“rotem\“ Fleisch, also Fleisch vom Rind, Schwein, Schaf oder Wild ist dieser Effekt etwas geringer. Ein häufiger Fischkonsum kann das Erkrankungsrisiko sogar vermindern.
Dagegen liefern Obst und Gemüse in der Nahrung dem Körper wichtige Inhaltsstoffe, die auch krebsvorbeugende Wirkung besitzen. Gemeint sind neben Vitaminen und Mineralstoffen auch die sekundären Pflanzenstoffe wie Polyphenole oder Carotinoide, die im Körper Sauerstoffradikale abfangen, entzündliche Prozesse unterdrücken und so vor Zellschädigungen schützen. Noch mehr zu diesem Thema steht in dem Artikel „Sport und gesunde Ernährung können das Darmkrebsrisiko verringern“

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