Feng Shui

Feng Shui (bedeutet übersetzt „Wind“ und „Wasser“) ist die chinesische und dort seit über 1000 Jahren praktizierte Kunst, Räume auf ihre physische und spirituelle Wirkung hin zu gestalten. Sie entstammt der gleichen Philosophie wie Akupunktur und andere traditionelle chinesische Therapien und versucht, den Fluss des Qi (Lebensenergie) in einem Raum oder Gebäude zu harmonisieren. Dadurch wird Gesundheit, Glück und Erfolg derer gestärkt, die darin leben und arbeiten. Die Wurzeln des Feng Shui liegen im alten chinesischen Glauben, dass menschliche Geschicke durch Umweltkräfte geformt werden.
Der Legende nach bemerkte der chinesische Herrscher Fu Hsi, dass eine Schildkröte aus dem Fluss Lo aufstieg und sah auf ihrem Panzer ein Muster, das universelle Prinzipien symbolisierte. Er nutzte diese Muster, um acht verschiedene energetische Kräfte zu unterscheiden (die sogenannten Trigramme).
Feng Shui beruht auf den gleichen Prinzipien wie die Traditionelle Chinesische Medizin. Beeinträchtigt ein Ungleichgewicht zwischen Yin und Yang im Körper die Gesundheit, hat eine Disharmonie in der Umgebung eine negative Wirkung auf alle Lebensbereiche. Landschaften, Gebäude und Räume haben demnach einen eigenen Qi-Fluss. Durch die Veränderung der Umgebung gibt Feng Shui dem blockierten Qi die freie Bewegung zurück. Um den Fluss des Qi aufzuzeichnen, wird ein achteckiger Plan verwendet, das Ba-Gua, der auf den Grundriss des Gebäudes oder Raumes gelegt wird. Wenn ein Teil dieses Ba-Gua nicht vorhanden oder schlecht angeordnet ist, können im entsprechenden Lebensbereich der Bewohner Probleme entstehen. Auch die chinesischen Prinzipien der „Fünf Elemente“ – Erde, Feuer, Wasser, Holz und Metall – sind Schlüsselfaktoren im Feng Shui. Abhängig von der Schule, zu der der Spezialist gehört, wird jedes Element mit einer Himmelsrichtung, einer Farbe, Jahreszeit oder Nummer in Verbindung gebracht. Feng Shui wird im Osten so ernst genommen, dass Westfirmen, die sich dort niederlassen, oft ihre neuen Büros danach gestalten müssen. Dadurch wurde diese Kunst auch bei uns bekannt.
Im Westen ist durch die Vermischung einiger traditioneller chinesischer Feng Shui-Grundideen mit Vorstellungen der Esoterik-Bewegung ein neues System entstanden, das Feng Shui vorwiegend als Methode zur Harmonisierung von Wohnräumen anwendet. Die in China übliche Praxis, Feng Shui bereits bei der Planung von Bauobjekten zu berücksichtigen, findet im Westen nur vereinzelt Anwendung. Einbezogen werden z. B. Theorien von Farbgestaltung und dem energetischen Einfluss von Kristallen und Düften. Unter Verwendung von zahlreichen Hilfsmitteln (z. B. Windspielen, Kristallen, Zimmerbrunnen, Goldsteinen, farbigen Stoffen, Wasserpostern) soll der Fluss der Lebensenergie Qi in Wohnräumen regulierbar sein.

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